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Liederreise


Soeben ist mein Musikbuch „Krokofil und seine Musikanten - Die Sprache der Lieder“ erschienen.

Im Folgenden findet ihr häufig gestellte Fragen zur Lese-Musik-Veranstaltung, ein Interview mit Armin Pongs und Dave Anderson, die Noten und das Lyrik-Video zum Lied "Lesemillionär" sowie die Live-Performance des Liedes "Krokofil vom Nil".

Was ist unter einer "Lesung mit Musik" zu verstehen und wie läuft die Veranstaltung mit Armin Pongs und Dave Anderson ab?

Die Veranstaltung „Die Sprache der Lieder“ basiert auf dem gleichnamigen Lieder-Geschichtenbuch mit Audio-CD. Kinderbuchautor Armin Pongs führt durch das Programm, liest aus seinem Buch vor und leitet am Ende jeder Lesepassage zu den von Dave Anderson komponierten Liedern über, die am Klavier vorgetragen und gemeinsam mit den Kindern gesungen werden. Mit ihrem abwechslungsreichen und spannenden Mitmach-Projekt schaffen es die beiden Künstler, dass ihnen bis zu 200 Kinder mehr als eine Stunde aufmerksam zuhören.

Für welches Alter ist die Veranstaltung bestimmt, wie viele Kinder können daran teilnehmen, und wie lange dauert das Programm?

Die Lese-Musik-Veranstaltung dauert 70 bis 80 Minuten, also fast zwei Schulstunden. Der Ablauf ist so gestaltet, dass die Kinder gebannt zuhören und auch eher unruhige Kinder nicht merken, wie schnell die Zeit vergeht. An einer Lesung können 100 bis maximal 200 Kinder teilnehmen. Die Veranstaltung ist für alle Kinder im Grundschulalter geeignet.

Wie könnte ein Lese-Lieder-Vormittag in der Schule ablaufen?

In Schulen mit 300 oder mehr Kindern könnte ein Lese-Musik-Vormittag wie folgt aussehen: Die erste Veranstaltung findet um 8 Uhr statt, gefolgt von einer zweiten um 10 Uhr. Wenn sich zwei Schulen einen Vormittag teilen, dann würde die erste Veranstaltung um 8 Uhr beginnen und die zweite um 11 Uhr.

Welche Vorbereitungen sollten von Seiten der Schule getroffen werden?

Schön wäre es, wenn die Kinder auf die Veranstaltungen eingestimmt werden. Dies gelingt, wenn den Schülerinnen und Schülern zwei Wochen vor der Veranstaltung von Lehrerseite aus eine Einleitungsgeschichte vorgelesen wird und wenn im Unterricht zwei Krokofil-Lieder eingeübt werden. Die Geschichte beinhaltet ein Rätsel, das zu lösen den Kindern immer viel Spaß macht. Die Lieder thematisieren den Zauber des Lesens und was man braucht, um Träume wahr zu machen. Ebenfalls wäre es toll, wenn die Kinder am Veranstaltungstag etwas "Krokofilgrünes" anziehen könnten, denn grün ist die Farbe von Krokofil. Das können grüne T-Shirts, Pullover, Hosen oder Jacken sein, grüne Socken oder Schuhe, Haargummis oder Schals. Auf jeden Fall hilft die grüne Verkleidung dabei, sich auf das Lese-Musik-Ereignis einzustimmen und sie bietet eine schöne Überleitung zu einem der Lieder der Veranstaltung.

Was ist während einer Lese-Musik-Veranstaltung mit Armin Pongs und Dave Anderson zu berücksichtigen?

Es wäre toll, wenn die Lehrerinnen und Lehrer sich zu ihren Klassen setzen, um besonders lebhafte Sänger und Tänzer bändigen zu können. Ebenfalls wäre es angesichts der Länge der Veranstaltung gut, wenn die Kinder vorher etwas gegessen und getrunken haben und vorab auf die Toilette gegangen sind. Die Veranstaltung sollte in einem gemütlichen, geschlossenen und nicht allzu großen Raum stattfinden. Die Künstler verzichten auf eine Bühne, um näher bei den Kindern zu sein. Diese sollten möglichst dicht beieinander auf kindgerechten Stühlen oder Bänken sitzen, mit einem Gang in der Mitte, der es ermöglicht, auch die Kinder in den hinteren Reihen in die Veranstaltung einzubeziehen.




Interview

Kinder fragen, Armin Pongs und Dave Anderson antworten:

Worum geht es in deinem neuen Buch "Krokofil und seine Musikanten - Die Sprache der Lieder"?

Armin Pongs: Das Buch erzählt die Fortsetzungsgeschichte der Bremer Stadtmusikanten, denn wie ihr alle wisst, sind der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn nie in Bremen angekommen. Im Märchen der Brüder Grimm schließen sich die vier zusammen, kommen in einen Wald, verjagen Räuber aus einer Hütte und ziehen dort ein. Damit endet die Geschichte. Für mich war sie aber nie zu Ende erzählt. In meinem neuen Buch macht sich Krokofil mit seinen Freunden Brillen-Bär, Biber-Bernd und Frechdachs auf die Suche nach den Musikanten. Märchenhaften Spuren folgend finden sie das Musikantenquartett am Rande eines Moores im Teutoburger Wald. Doch die vier sind alt, müde und erschöpft. Da kommt Krokofil eine Idee. Gemeinsam mit seinen drei Freunde macht er sich auf den Weg nach Bremen, um die Mission der vier verhinderten Musikanten zu Ende zu führen. Auf ihrer Reise machen sie die Bekanntschaft mit einem Notengespenst, treten am Hafenkai vor vielen neugierigen Kindern und Erwachsenen auf, werden in eine Schule eingeladen und lernen den Bremer Bürgermeister kennen. Sie singen und tanzen mit den Kindern die Lieder, die sie in einer Notenmappe entdeckt haben, und erleben viele kleine und große Abenteuer.

Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Dave Anderson gekommen? Wie lange kennt ihr euch schon?

Armin Pongs: Vor drei Jahren war ich mit John Watts, einem englischen Freund, auf musikalischer Lesereise. Auf dieser Tournee lernte ich Dave und seinen Manager Frank Kühl kennen. Ich erzählte beiden von meinen Kinderbüchern und dem Wunsch, ein Liederbuch zu machen. Dave hat dann das Buch "Krokofil - Der Traumländer" gelesen und sich die Szene ausgesucht, in der Krokofil von der Krake Zara del Mar in ihrer Höhle festgehalten wird. So entstand das erste Lied "Krakenzauberei". Ich war total begeistert, als er mir die fertige Musiknummer vorgespielt hat, und ermunterte ihn, weitere Lieder zu schreiben.

Du arbeitest als Komponist und schreibst Lieder. Was ist zuerst da - der Text oder die Melodie?


Dave Anderson: Bei mir entsteht meistens die Musik zuerst - aber nicht immer. Manchmal denke ich mir auch ein kleines Gedicht aus, was ich dann später vertone. Und ab und zu geht auch alles wild durcheinander.

Wo schreibst du deine Lieder?

Dave Anderson: Überall. Musik und Lieder können jederzeit durch meinen Kopf und Körper fließen: im Tonstudio, abends im Bett (dann kann ich ganz schlecht einschlafen), bei einem Spaziergang, unter der Dusche, während einer langen Autofahrt. Das ist ja gerade das Tolle am Komponieren: Die Musik entsteht im Kopf, und den habe ich ja immer dabei. Meistens jedenfalls...

Wie lange hast du an dem Lied "Lesemillionär" gearbeitet?


Dave Anderson: Bei diesem Lied habe ich von Anfang bis Ende alles selbst gemacht. Von der ersten Textidee und Spielversuchen am Klavier bis zur fertigen Aufnahme mit allen Instrumenten und Gesängen sind bestimmt zehn Tage vergangen. Allerdings nicht am Stück und ohne Pause, sondern verteilt über mehrere Wochen.

Hast du schon immer gerne gereimt?


Dave Anderson: Reime sind ja wohl ganz toll - und manchmal auch geheimnisvoll!

Wie bist du Musiker geworden?


Dave Anderson: Als ich vier Jahre alt war, bekam ich mein erstes Glockenspiel und ging zur musikalischen Früherziehung. Danach kam ich auf eine städtische Musikschule. Mit neun Jahren schenkten mir meine Eltern ein altes Klavier und ließen es restaurieren. Auf diesem Instrument spielte ich dann über 12 Jahre lang. Nach der Schule zog ich nach Düsseldorf und fing an, in Tonstudios zu arbeiten, denn ich wollte unbedingt beides lernen: selbst musizieren und Musik produzieren, sodass jeder sie immer und überall von Schallplatte, CD oder Computer anhören kann.

Welche Instrumente spielst du?

Dave Anderson: Mein gelerntes Hauptinstrument ist das Klavier, aber ich spiele so ziemlich auf allem, was Tasten hat: Orgel, Melodika, Synthesizer, Harmonium, Spinett, Cembalo. Ich kann ein bisschen auf der Mundharmonika spielen und ganz gut Melodien pfeifen.

Welche Instrumente sind auf der CD "Die Sprache der Lieder" zu hören?

Dave Anderson: Eine ganze Menge! Ich versuche, soviele wie möglich aufzulisten - wenn ihr eins raushören könnt, das ich nicht genannt habe, freue ich mich über eine Nachricht: Klavier, Marimbaphon, Mundharmonika, verschiedene Flöten, Bass, Schlagzeug, Percussion (Tambourin, Shaker, Conga, Pauke, Marschtrommel), Akustik- und E-Gitarren, Akkordeon, Glockenspiel, Violine, Cello, Mandoline, Trompete, Posaune, Tuba, Sitar, Melodika, E-Piano, Spinett, Kastagnetten, Orgel. Und ein ganz besonderes Multi-Instrument ist unser eigener Körper. Von ihm kommen die folgenden Klänge: Handklatschen, Fußstampfen, Pfeifen, Summen und natürlich: Gesang!

Du arbeitest auch als Produzent und hast die Alben verschiedener deutscher Popgruppen mitproduziert. Was macht ein Produzent?

Dave Anderson: Der Produzent begleitet und unterstützt den oder die Musiker während der gesamten Aufnahme. Er hört sich im Proberaum der Band die neuen Lieder an, sucht die besten mit aus und macht Vorschläge, wie die CD insgesamt klingen könnte: Wild und laut? Oder lieber sanft und leise? Oder immer im Wechsel?

Wird es bald eine zweite Krokofil-Lieder-CD geben?


Dave Anderson: Von mir aus gerne. Jetzt müssen mir halt nur wieder gute Reime und schöne Melodien einfallen...

Armin Pongs: Ich habe gerade den Text zu einem neuen Liederbuch geschrieben. Es soll "Krokofil und seine Musikanten - Die Schule der Lesemillionäre" heißen. Krokofil, Brillen-Bär, Biber-Bernd und Frechdachs machen sich auf die Suche nach den Dieben, die die Notenmappe mit den Liedern der Bremer Stadtmusikanten gestohlen haben. Der Verlust ist groß, denn nur, wenn alle Lieder gespielt und gesungen sind, kann das traurige Notengespenst von seinem Bann erlöst werden.

Wir sind gespannt, wie die Geschichte ausgeht. Vielen Dank für das Gespräch.


Krokofil vom Nil


Diese Aufnahme entstand während eines „Lesekonzertes“ in der Gütersloher Stadthalle. Der Mann mit der Melodika ist übrigens Dave Anderson, der inzwischen auch noch weitere Stücke komponiert hat: „Krokofilgrün“ und „Lesemillionär“. Letzteres Lied könnt Ihr Euch jetzt gleich auch anhören und mitsingen, denn neben der Veröffentlichung des Liedes haben wir hier auch den Text und die Noten abgedruckt, so dass Ihr, falls Ihr ein Instrument spielt, auch mitspielen könnt.

Wisst Ihr eigentlich, welche Sprache von allen Kindern in der Welt verstanden wird? Es ist die Sprache der Musik, oder eben „die Sprache der Lieder“, wie ich es ausdrücken würde.

Viel Spaß beim Singen und Musizieren.

Euer Krokofilsänger