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Armin Pongs


Armin Pongs über sich selbst  |  Kinder fragen, Armin Pongs antwortet
Journalisten fragen, Armin Pongs antwortet  |  Das Goethe-Institut fragt, Armin Pongs antwortet




Armin Pongs über sich selbst:


Ich wurde im Jahr der internationalen Studentenrevolte 1968 als „Sandwichkind“ in eine Lehrerfamilie hineingeboren. Mein Bruder ist zwei Jahre älter, meine Schwester fünf Jahre jünger. Ich besuchte den Kindergarten, lernte auf der Blockflöte und an der Gitarre mich musikalisch auszudrücken und besuchte die Grundschule an der Gertraudenstraße in Rheydt, einer Stadt am Niederrhein. Schon früh liebte ich es, Fußball zu spielen und Fahrrad zu fahren, und mein Kindheitstraum war es, Forscher zu werden. Aus diesem Grund untersuchte ich schon im Grundschulalter den Teich im Garten meiner Eltern und alle naheliegenden Flüsse und Seen nach Molchen, Fröschen, Wasserschnecken und Libellenlarven.

Später besuchte ich das Hugo-Junkers-Gymnasium in Mönchengladbach und leitete eine 18-köpfige Jugendgruppe, mit der ich einen Großteil meiner Freizeit verbrachte. Schon damals machte es mir Spaß, anderen vorzulesen, vor allen Dingen aber liebte ich es, meine eigenen Texte vorzutragen. Um Kinder und Jugendliche zum Verfassen eigener Texte zu begeistern, gründete ich eine Jugendzeitung, die monatlich herauskam. In dieser Zeit entstand auch ein Comic-Heft, das ich für eine Sommerfreizeit anfertigte. Auch die Organisation von Gruppenfahrten machte mir Freude, und so organisierte ich ausgedehnte Reisen und viele andere Aktivitäten. Auf meinen eigenen Fahrradtouren lernte ich dann über den Tellerrand hinauszuschauen und entdeckte in Indien, Ecuador und Tansania die Welt außerhalb Europas.

Meine vertraute Umgebung ließ ich nach Abitur und Zivildient hinter mir und zog nach München, wo ich an der Ludwig-Maximilians-Universität Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft studierte. Neben dem Verfassen von Hausarbeiten und Referaten galt meine Vorliebe nun immer mehr journalistischen Texten, weshalb ich eine Studentenzeitung gründete und als Journalist für diverse Tageszeitungen und Monatsmagazine tätig war. Mein Forscherdrang führte mich zur gleichen Zeit in die psychologische Forschungsabteilung einer Psychiatrie und ins Deutsche Jugendinstitut. Viele Jahre war ich an einer Zwillingsstudie im Max Planck Institut für psychologische Forschung tätig. Ebenfalls untersuchte ich die Arbeitsbedingungen in mehr als 200 Unternehmen in München und Umgebung.

Nach einer schweren Krebserkrankung gründete ich einen Verlag und veröffentlichte mein erstes Buch, die Biographie eines Musikerfreundes. Es folgten soziologische Sachbücher, Interviewreisen sowie die Organisation von Ausstellungen und eigenen Vortragsreisen. Meine Reiseerlebnisse verarbeitete ich einige Jahre später in Reisebüchern, und ich hätte wohl als Nächstes einen Roman geschrieben, wenn meine Patentochter mich nicht dazu angeregt hätte, ein Kinderbuch zu verfassen. Es folgten ausgedehnte Lesereisen durch Schulen und Bibliotheken und die Gründung eines Musiklabels, das zehn Lieder zu meiner Kinderbuchfigur Krokofil herausgebracht hat.

Neben dem Schreiben weiterer Kinderbücher verfasste ich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zwei Sachbücher über die Herausforderungen des demografischen Wandels, und in meiner Lehrtätigkeit als Dozent an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am Bodensee widmete ich mich der Eurokrise, den Mediensystemen und der Zukunft des Arbeitsmarktes.

Mein Interesse gilt der Lehre, dem Vorlesen sowie der Leitung von Schreibkursen. Seit einigen Jahren bin ich glücklich mit der Schauspielerin und Journalistin Aytül Pongs verheiratet – gemeinsam leben wir am Chiemsee und in Istanbul.