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Armin Pongs


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Armin Pongs


Kinder fragen, Armin Pongs antwortet:


Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Es gibt viele Kinderbücher, die ich schätze und gerne gelesen habe. Als ich vier Jahre alt war, war mein Lieblingsbuch „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler. Später habe ich die Bücher von Michael Ende verschlungen: „Die unendliche Geschichte“ war mein Lieblingsbuch, als ich zehn Jahre alt war. Wie die Hauptfigur bin ich in die Welt von Fantasien buchstäblich eingetaucht und erst, als ich das Buch ausgelesen hatte, wieder aufgetaucht. Ein Buch, das ich immer wieder aus meinem Bücherregal ziehe, um darin zu schmökern, ist das Buch „Der Prinz und der Bettelknabe“ von Mark Twain. Und ein Buch, das mich heute noch zu Tränen rührt, ist „Der kleine Lord“ von Frances Hodgson Burnett.

Wie sind Sie dazu gekommen, Schriftsteller zu werden?
Ich habe schon immer viel gelesen und geschrieben, ausführliche Tagebucheinträge zum Beispiel. Nach meinem Abitur und während meines Studiums habe ich dann als Journalist gearbeitet und viele Politiker, Wissenschaftler und Musiker interviewt. Dabei entstand auch die Idee für mein erstes Buch.

Worüber handelte Ihr erstes Buch?
Es ist die Biografie meines Freundes John Watts. Er ist Musiker, und er hat bisher mehr als 500 Lieder komponiert. Und weil ich ihn darum bat, hat er nun auch ein Lied über Krokofil geschrieben.

Über welche Themen haben Sie noch geschrieben?
Ich bin studierter Psychologe und Soziologe und habe über viele Jahre hinweg aktuelle politische Fragen bearbeitet und dazu Bücher veröffentlicht. Ein bekanntes Buch von mir heißt: „In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?“, ein anderes: „In welcher Welt wollen wir leben?“ Da ich sehr viel reise, gibt es aber auch Reiseerzählungen von mir: „Die Welt in meinen Augen“ und „Der Drachen ohne Schnur“ sind Bücher, in denen ich meine Reiseerlebnisse verarbeitet habe. Letzteres handelt vom Risiko der Freiheit. Ein Drachen ohne Schnur ist frei, er ist aber auch schutzlos den Winden ausgeliefert.

Wie sind Sie dazu gekommen, die Geschichte von Krokofil aufzuschreiben?
Vor einigen Jahren kamen meine Patentochter Adellys und ihr Bruder Adrian zu Besuch. Wir spielten den ganzen Tag auf der großen Wiese Ball, tollten herum, und am Abend wollte Adellys unbedingt noch von mir eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekommen. Es musste aber eine Geschichte über ein Krokodil sein – darauf bestand sie. Beim Blick in mein großes Bücherregal stellte ich jedoch fest, dass ich kein Buch über ein Krokodil besaß. Da blieb mir nichts anderes übrig, als eine eigene Geschichte zu erzählen. Geholfen hat mir dabei eine Marmorschnecke, die ich damals aus einer Unterwasserhöhle im marmorfarbenen Meer geborgen hatte. Und in dem Gehäuse der Marmorschnecke steckte diese unglaubliche Geschichte von Krokofil. Adellys war so begeistert von Krokofil und seinen Abenteuern, dass sie die Geschichte ihren Eltern und Freunden erzählte, während ich mich an meinen Schreibtisch setzte, die Geschichte aufschrieb und sie ihr vier Monate später zum Geburtstag schenkte.

Und wie ging es dann weiter?
Ich habe jemanden gesucht, der die Illustrationen macht. Nachdem diese fertig waren, wurde das Buch veröffentlicht, natürlich im Marmorschnecken-Verlag. Die Lesungen in Schulen und Bibliotheken kamen in den folgenden Wochen so gut an, dass die erste Auflage schon bald verkauft war und das Buch nachgedruckt werden musste. Außerdem habe ich die Geschichte weitergeschrieben.

Wie lange arbeiten Sie an einem Buch?
Eigentlich habe ich an allen meinen Büchern ein gutes Jahr gearbeitet. Die Geschichte von Krokofil war schnell geschrieben, aber bis der Text lektoriert, alle Illustrationen fertig gemalt und alles gelayoutet war, vergeht immer mindestens ein ganzes Jahr.

Mittlerweile sind drei Bände von Krokofil erschienen. Wie viele sollen es noch werden?
Die Geschichte von Krokofil ist auf sieben Bücher ausgelegt – denn die gesamte Geschichte ist bereits in meinem Kopf. Der vierte Band von Krokofil heißt „Die Fahrt im Weltenwunderballon“ und erscheint in wenigen Monaten. Krokofil 5 kommt dann im nächsten Jahr heraus, der sechste Band im Jahr 2015 und Krokofil 7 wird die Reihe in drei oder vier Jahren abschließen. Neben diesen sieben Märchen-Büchern wird es noch vier Krokofil-Tagebücher geben, ein Krokofil-Kochbuch, an dem ich gerade mit meiner Frau arbeite. Außerdem gibt es eine CD mit Krokofil-Liedern und ein Buch mit den dazugehörigen Liedtexten.

Würden Sie sich wünschen, dass die Krokofilbücher auch verfilmt werden?
Einige Regisseure und Produzenten haben sich schon bei mir gemeldet. Bisher war aber noch kein Angebot dabei, das mich überzeugt hat. Wichtiger als dass meine Bücher verfilmt werden ist mir, dass viele Kinder meine Bücher lesen, denn Lesen macht reich und schafft eigene Bilder im Kopf. Das schafft kein Kino.

Haben Sie selbst Kinder?
Ich bin seit einigen Monaten stolzer Vater eines Kindes. Am 11.12.2015 kam unser Sohn Atlas auf die Welt. Viele Jahre haben meine Frau und ich uns ein Kind gewünscht. Nun ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Der Name unseres Sohnes leitet sich übrigens ab vom König von Atlantis: Atlas trägt die Welt auf seinen Schultern. Wenn wir alle beim Tragen mithelfen, wird die Welt von morgen vielleicht eine bessere sein. Diese Hoffnung habe ich.


Atlas